Die eigene Hochzeit soll ein unvergessliches Erlebnis werden und ein wunderschöner Tag, an den das Brautpaar immer zurückdenken kann. Um diesen Tag genießen zu können, müssen im Vorfeld allerdings viele Vorbereitungen getroffen werden, die neben der Entscheidung für eine Location auch das Catering, die Gästeliste und das Programm für den Tag betreffen. Sowohl für den Bräutigam als auch für die Braut stellt sich zusätzlich noch die Frage nach dem Hochzeits-Outfit und gerade viele Bräute machen sich häufig schon Monate (oder sogar Jahre) im Vorfeld Gedanken um das richtige Kleid.

Geheiratet wird nicht mehr nur in Weiß

Brautmode ist ein Thema, das schon seit vielen Jahren keine einheitliche Linie mehr aufweist. Reines Weiß als Farbe für das Kleid geht immer mehr zurück und besonders Cremetöne sind immer angesagter. Zusätzlich unterliegt die Brautmode von Jahr zu Jahr verschiedenen Trends, die immer mal wieder andere Besonderheiten hervorheben. So sind im Jahr 2015 wie auch schon 2014 beispielsweise Vintage- und Boho-Kleider hip, die mit verspielten Details aufwarten.

Viele Frauen haben schon seit langer Zeit eine Vorstellung von sich im Hochzeitskleid im Kopf und wissen ganz genau, wie ihr Kleid aussehen soll. Gehören Sie auch zu einer dieser Frauen kann es nicht schaden, die Idee Ihres Kleides einmal aufzuzeichnen, damit zumindest Form und Details transparent werden. Sind sie noch völlig unentschlossen, können Sie sich ruhig zunächst im Internet inspirieren lassen, bevor Sie konkret in Geschäfte gehen und dort die ersten Anproben machen.

Brautkleider: 4 unterschiedliche Style für verschiedene Figuren

Bei Brautkleidern gibt es verschiedene Formen, die je nach Größe und Figur der Braut unterschiedlich gut passen. Die klassischen Brautkleider, die in jedem gut sortierten Brautmode-Geschäft zu finden sind, haben in der Regel fünf verschiedene Schnitte.

  1. A-Linie: Das A-Linien-Kleid ist oben eng geschnitten und fällt dann entweder direkt unter der Brust oder ab der Hüfte weit ab – eben wie ein A. Es eignet sich besonders gut dafür, die Schultern und das Dekolleté zu betonen und kleine Polster am Bauch oder den Hüften gut zu verstecken. A-Linien- Kleider können sowohl trägerfrei als auch mit schmalen und breiten Trägern gekauft werden.
  2. Princess: Princess- bzw. Prinzessinen-Kleider sind für viele Frauen das einzig wahre Brautkleid. Eine enge Korsage oben und ein wallender Rock mit viel Tüll darunter sorgen für einen enorm festlichen Look und sind besonders in klassischem Weiß und aus leicht glänzenden Stoffen sehr beliebt.
  3. Empire: Ein Kleid im Empire-Stil eignet sich am besten für Frauen mit einer eher kleinen Oberweite und liegt an der Brust eng an und fällt dann locker, aber gerade nach unten ab. Der fließende Stoff umschmeichelt eine schlanke Figur und lässt die Braut edel, aber etwas weniger pompös erscheinen, als ein Princess-Kleid. Besonders für schwangere Bräute ist dieser Schnitt gut geeignet.
  4. Fishtail: Der Fishtail-Stil bezeichnet bei der Brautmode ein Kleid, das bis zum Knie eng geschnitten ist und ab dem Knie weiter auseinanderfällt. Besonders für kurvige Frauen mit einem prallen Hintern und einer üppigen Oberweite ist dieser Schnitt gut geeignet, da er diese Partien schön betont.
  5. Mini: Nachdem alle bisher genannten Kleider-Stile in der Regel knöchel- oder bodenlang getragen werden, ist das Mini-Kleid die etwas unkonventionellere Variante, das die weiblichen Reize und vor allem schöne Beine besonders zur Geltung bringt. Viele Frauen bevorzugen den klassischen Look mit einem langen Kleid, doch auch Minikleider in Weiß, mit Spitze oder Pailletten können festlich aussehen und ein tolles Outfit für die Hochzeit sein.

So finden Sie das richtige Kleid für den großen Tag

Um nun das richtige Kleid zu finden, ist es wichtig mehrere Modelle in einem Geschäft anzuprobieren. Nehmen Sie zu diesen Anproben eine gute Freundin oder sogar mehrere enge Vertraute mit, deren Geschmack sie schätzen und die Sie gut kennen. Bitten Sie sie im Vorfeld um ein ehrliches Feedback, um das für Sie beste Kleid auszuwählen.

Für die Brautkleid-Anprobe sollten Sie sich ein paar Dinge bewusst machen, die Ihnen die Entscheidung für das perfekte Kleid erleichtern können:

  • Wird Ihre Figur zum Hochzeitstag dieselbe sein wie zum Tag der Anprobe?

Sie planen bis zu Ihrer Hochzeit noch ein paar Kilo abzuspecken? Bedenken Sie diese Veränderung Ihres Körpers bei der Auswahl der Größe und achten Sie darauf, dass Anpassungen an Ihrem Kleid auch noch kurzfristig vorgenommen werden können. Sind Sie schwanger und werden zum Zeitpunkt der Hochzeit einen deutlich größeren Bauchumfang haben, müssen Sie diesen benötigten Extra-Platz unter dem Kleid ebenfalls mit einplanen.

  • Wie gehen Sie am besten zur Anprobe?

Nehmen Sie enge Vertraute mit und tragen Sie Kleidung, aus der Sie bequem hinaus- und hineinschlüpfen können. Tragen Sie kein MakeUp, um Flecken auf den Kleidern die Sie anprobieren zu vermeiden.

  • Was Sie während der Anprobe beachten sollten

Machen Sie sich Notizen zu den einzelnen Kleidern und prägen Sie sich Schnitt und Farbe gut ein. Fotografieren ist in den meisten Fachgeschäften streng verboten, aus Angst vor billigen Kopien der Kleider. Sie können in dem Geschäft Ihrer Wahl trotzdem einmal nachfragen, ob Sie Bilder machen dürfen – vielleicht wird Ihnen diese Möglichkeit ja eingeräumt. Falls Sie Fotos machen dürfen, haben Sie die optimale Erinnerungsstütze, um die Bilder auch im Nachhinein nochmal betrachten zu können, wenn Sie sich nicht auf Anhieb entscheiden können. Wichtig bei der Anprobe ist zusätzlich, dass Sie sich in dem Kleid ein wenig bewegen. Machen Sie ein paar Tanzschritte und laufen Sie ein wenig herum. Beinfreiheit ist wichtig und sollte beim Kauf bedacht werden!

Nicht nur das Kleid ist entscheidend

Beim Thema Brautmode ist nicht nur das Kleid entscheidend. Ein wichtiges Accessoire, das unbedingt zum Kleid passen sollte, sind die Schuhe. Sie sollten bequem sein, ein schönes Bein machen (soweit das denn unter einem langen Kleid überhaupt zu sehen ist) und auf das Kleid abgestimmt werden. Schon zur Anprobe können Probeschuhe mitgenommen werden, um zu schauen, wie die verschiedenen Kleider mit einem Pumps, Sandaletten oder Ballerinas von zu Hause wirken.

Weitere wichtige Details sind die Handtasche (wenn gewünscht) und der Schmuck. Dieser sollte das Kleid und den eigenen Typen perfekt ergänzen und darf auch bei einem schlichten Kleid ruhig etwas dicker auftragen. Bei einem sehr auffälligen Kleid kann schlichter Schmuck besser passen.

Für welche Frisur Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Im Rahmen des Vintage-Stils sind offene oder locker hochgesteckte Haare ebenso im Trend wie schöne Flechtfrisuren. Aufwendige Hochsteckfrisuren sind immer noch bei vielen Bräuten sehr beliebt, passen allerdings nicht zu jedem Typ. Manchmal kann es schon bezaubernd aussehen, die Haare offen zu tragen, ein paar Locken einzuarbeiten und schöne Ohrringe darunter vorblitzen zu lassen. Frisur und Kleid sollten in jedem Fall aufeinander abgestimmt werden, so sind gerade bei schulterfreien Kleidern offene Haare ein schöner Kontrast und bei geschlosseneren Kleidern hochgesteckte Haare ein wunderbarer Look.

Was Sie beim Kauf Ihres Brautkleides beachten sollten

Neben weiß und den klassischen Creme- und Rosétönen ist auch Blau eine Variante, die besonders Mutige ausprobieren können. Wichtig ist – egal welche Farbe das Kleid hat –, dass es stilvoll gehalten ist und kein weites Dekolleté vorne und einen tiefen Ausschnitt am Rücken hat und zusätzlich noch über den Knien endet. Weniger ist zu diesem festlichen Anlass definitiv mehr. Bleiben Sie auch bei der Farbwahl für Schuhe und Tasche eher einheitlich – zu bunt wirkt schnell unelegant und wird der Feierlichkeit nicht gerecht.